📅 Veröffentlicht am 4. November 2026 um 06:15 Uhr

Quelle: AP
Midterms in den USA: Machtwechsel im Senat – Schwere Schlappe für Donald Trump
WASHINGTON D.C. – Bei den US-Zwischenwahlen haben die Demokraten einen historischen Erfolg erzielt und die Mehrheit im US-Senat von den Republikanern zurückerobert. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und weiterer US-Medien sicherten sich die Demokraten mindestens 51 der 100 Sitze in der Führungskammer.
Historische Siege in konservativen Hochburgen
Die Opposition nutzte den traditionellen Stimmungstest zwei Jahre nach Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit für deutliche Zugewinne. Den Demokraten gelang es, den Republikanern mindestens fünf bisher fest in ihrer Hand liegende Mandate abzunehmen:
- Texas: Für eine Sensation sorgte der Demokrat James Talarico, der sich gegen den Republikaner Ken Paxton durchsetzte. Es ist der erste Senatssieg der Demokraten in Texas seit mehr als 30 Jahren.
- Kansas: Adam Hamilton eroberte einen Senatssitz, der zuvor seit über 90 Jahren ununterbrochen von den Republikanern gehalten worden war.
- Weitere Zugewinne: Weitere Erfolge feierten die Demokraten unter anderem mit Sherrod Brown in Ohio, Josh Turek in Iowa sowie Annie Andrews in South Carolina und Roy Cooper in North Carolina.
In den Gesamtzahlen der Demokraten sind auch zwei unabhängige Senatoren eingerechnet, die fest mit der Partei verbündet sind.
Auch Repräsentantenhaus und Gouverneursposten im Wandel
Die Wahlergebnisse spiegeln eine breite Unzufriedenheit in der Wählerschaft wider:
- Repräsentantenhaus: Im Unterhaus, in dem alle 435 Sitze neu vergeben wurden, steuern die Demokraten ebenfalls auf eine Mehrheit zu.
- Gouverneure: Bei den 36 ausstehenden Gouverneurswahlen konnten demokratische Kandidatinnen und Kandidaten mindestens vier bisher republikanisch geführte Bundesstaaten für sich entscheiden.
Trump weist Schuld von sich
Für Präsident Donald Trump bedeutet der Verlust der Mehrheiten im Kongress eine erhebliche politische und persönliche Niederlage. Hatte er die Midterms im Wahlkampf noch selbst zu einer zentralen Abstimmung über seine Politik erklärt, distanzierte er sich am Wahlabend von der Verantwortung.
Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump kurz nach Bekanntwerden der ersten Ergebnisse schlicht: „Ich stand nicht auf den Wahlzetteln.“ Gegenüber der New York Times kündigte er jedoch an, das Wahlergebnis anzuerkennen.
